geb. am 28.10.1799 in Cossengrün gest. am 9. 4. 1879 auf Kreischa |
Alteingesessene Cossengrüner erzählen gern mit Stolz, Dankbarkeit und Freude von diesem Mann, der sich aus kleinen Verhältnissen mit Unternehmensgeist und unbeugsamer Willens-und Schaffenskraft in der Mitte des vorigen Jahrhunderts emporgearbeitet hat.
Er schafft es als Fabrikant in Glauchau. Als Rittergutsbesitzer auf Kreischa bei Dresden beschließt er sein arbeits- und segensreiches Leben. Ferdinand Haußmann beschließt, seinem Heimatdörfchen Cossengrün eine Schule zu schenken, damit den kommenden Geschlechtern ein leichteres Leben beschieden sei und aus dem ärmlichen Dörfchen ein schmuckes, blühendes Dorf erwache. Im Jahre 1845 bevollmächtigt er einen Glauchauer Rechtsanwalt mit den Vorbereitungen und Verhandlungen mit den Behörden in Greiz, während er selbst in Cossengrün und Schönbach verhandelt und Baupläne und Voranschläge persönlich prüft. |
Nach mehreren Schwierigkeiten, wie z.B der Abfindung der noch in Schönbach arbeitenden Lehrer und den Zweifeln des Gemeinderates Cossengrün am Bauvorhaben, konnte im April 1846 mit dem Ausmessen des von der Gemeinde geschenkten Platzes begonnen werden. Doch Friedrich Ferdinand Haußmann gibt sich mit dem Bau der Schule nicht zufrieden. Helfend, ratend und ermunternd steht er ständig mit der Schule, bzw. dem von ihm eingesetzten Lehrer in Verbindung. Mit den Zinsen der "Haußmannschen Stiftung" vom 19.November 1860 werden die Schulunterhaltungskosten und ein Teil des Lehrergehaltes gedeckt. Durch zahlreiche andere Geldschenkungen seinerseits wird erreicht, daß ab 1. Januar 1875 kein Schulgeld mehr erhoben wird. Wohl ist das "großartige Vermächtnis", so bezeichnet es Fürstin Karoline in einer Urkunde, durch die Inflation entwertet worden; nicht an Wert verloren hat aber die edle Gesinnung, aus der heraus Cossengrün seine Schule erhielt! |